Dialog

(nach David Bohm)

Eine bestimmte Anzahl vom Menschen sitzt im Kreis. In der Mitte ein Gegenstand, der ein „talking stick“ oder ein „talking stone“ sein kann. Wenn eine Person etwas sagen will, nimmt sie den Stein in die Hand und fängt an zu sprechen. Wenn sie zu Ende gesprochen hat, legt sie den Stein wieder in die Mitte. Die anderen hören zu, lassen es auf sich wirken, denken nach. Nach einer Weile nimmt ein anderer Mensch den Stein...

Ein Dialog ist
• eine Möglichkeit die hinter den Gedanken und Überzeugungen verborgenen Motive gemeinsam zu erkunden,
• ein verändertes Erleben des eigenen Denkens,
• eine bewußtere Wahrnehmung der eigenen Vorannahmen, Wertungen und Gefühle,
• eine intensive Erfahrung der Kraft kollektiven Denkens.

Ein Dialog kann überall dort eingesetzt werden, wo es darum geht über das Gespräch zu neuen Erkenntnissen zu gelangen, anstatt die eigene Meinung durchzusetzen. In Gruppen, Teams, in einer Firma oder Institution eingesetzt ermöglicht diese Gesprächsform eine andere kreative Art des gemeinsamen Lernens und dadurch die Entfaltung der Potentialität des kollektiven Denkens.

Die Dialogregeln sind einfach:
• zuhören
• sich dabei wahrnehmen
• achtsam plädieren
• wertschätzende Fragen stellen
• Balance halten zwischen plädieren und erkunden
• Meinungen, Annahmen und Gefühle in Schwebe halten.

Zu einem Dialog gehört - zumindest am Anfang eines längeren, die Kultur der Institution verändernden Prozesses - ein Dialogbegleiter.