Lehrsupervision

Die Lehrsupervision ist eine spezielle Form des „Sprachspiels“ Supervision (n. Wittgenstein). Sie ist Teil eines komplexen Settings von postgradualer Erwachsenenbildung. In dem Prozeß geht es um die Begleitung und Unterstützung der Ausbildungskandidaten /Ausbildungskandidatinnen bei der Entwicklung einer neuen Berufsrolle.

Die Lehrsupervision ist ein generativer Lern- und Lehrprozess. LehrsupervisandInnen (und auch der Lehrsupervisor) lernen durch die Reflexion der verschiedenen Ebenen, Rollen und Kontexte der Ausbildung, der Arbeit mit Klienten und des Lehrsupervisionsprozesses. Der Prozess ist eingebettet in den beruflichen Kontext der Teilnehmer/Teilnehmerinnen. In der Lehrsupervision geht es um die Entwicklung und Entfaltung der persönlichen und fachlichen Ressourcen und Fähigkeiten, um Erwerb diagnostischer (im Sinne der Hypothesenbildung) und Interventionsmethoden (im Sinne des „Handwerkszeugs“), Planung, Durchführung und Auswertung der Supervisionen.

Die Ziele der Lehrsupervision sind in diesem „tertiären“ Sozialisationsprozess die Identität als Supervisor/Supervisorin zu erreichen und zu stabilisieren; anfangen den eigenen Stil zu finden; eine bezogene Individualität und Autonomie zu erreichen und aus dieser lehrenden-lernenden Beziehung entlassen zu werden.

Mein Ziel ist es die Lehrsupervisanden/-supervisandinnen dabei zu unterstützen, die eigenen Wahlmöglichkeiten und auch die der Klienten zu erweitern, damit sie autonome und verantwortliche Entscheidungen treffen können, die für sie selbst, für die anderen und für die Sache förderlich sind.